August 25, 2016

Geschichte

Die Bierbrauerei in Zajecar ist eine der ältesten in Serbien. Die erste schriftliche Erwähnung des Bierbrauens in der heute größten Stadt in Ost-Serbien, datiert aus dem Jahr 1875. Der damalige Bürgermeister von Zajecar schrieb in einem Bericht an den Minister für Innere Angelegenheiten Serbiens gerichtet, folgendes: „Letztes Jahr hat die lokale Brauerei 2000 Liter Bier gebraut, in der Nation ist der Verbrauch deutlich“.

Für den offiziellen Beginn der industriellen Herstellung von Bier wird das Jahr 1895 genommen, als eine Gruppe von Investoren aus Zajecar die Fabrik „7. September“ als Aktiengesellschaft gründet. Die Anlage wird später wiederholt denpivara-bw
Namen ändern, aber nicht den Bestehungszweck.

So wird bereits im Jahre 1907 die Tätigkeit der Aktiengesellschaft erweitert, und die AG geht in den Zaječar Industrieverband über. In der Vereinigung waren zu diesem Zeitpunkt insgesamt 59 Aktionäre: 53 aus Zajecar und 6 aus Belgrad.

Die erste technisch-technologische Revolution in der Entwicklung der Brauerei fand in der Zeit von 1910 bis 1921 statt, da der Einsatz von kleineren Dampfmaschinen und Stromerzeugern den Handbetrieb in der Herstellung des Bieres ersetzte. Für die Zwecke der Malzfabrik wurde ein Dampftrockner gekauft, der mit Dampf aus einem zentralen Kessel trocknete. Im Keller der Brauerei wurden Würze, Malz und Bier durch einen Kompressor gekühlt, während die Kühlung mit Eis schließlich aus dem Betrieb genommen wurde.

Seitdem produzierte die Brauerei fast die ganze Zeit, auch während des Zweiten Weltkriegs, als sie den Deutschen gehörte. Zur Unterbrechung bei der Herstellung von Bier kam es am 6. September 1944, als der Kampf um die Befreiung von Zajecar begann. Auf dem Rückzug aus Zajecar plünderte die deutschen Armee die gesamten Biervorräte der Brauerei, rund 313 Hektoliter. Der Normalbetrieb der Brauerei wurde im Juni 1945 wieder aufgenommen – seitdem gab es keine weiteren Unterbrechungen in der Produktion.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann im ehemaligen Jugoslawien eine Zeit der Selbstverwaltung, und im April 1950 während einer Versammlung aller Arbeiter, gab es auch die feierliche Übergabe der Verwaltung der Brauerei an deren Arbeiter. Zwei Jahre später begann die Brauerei als eigenständiges Unternehmen unter dem Namen „Steam Brewery 7. September“ zu arbeiten.

Mitte der 60er Jahre begann die zweite technisch-technologische Revolution in der Entwicklung der Brauerei. Bis 1970 wurden die Kapazitäten des Sudhauses und der Keller, sowie im Energiesektor voll ausgeschöpft. Im selben Jahr wurden die Bauarbeiten der neuen Abfüllanlage und der ersten automatischen Linie zum Ablassen von Bier mit einer Kapazität von 32.000 Flaschen pro Stunde abgeschlossen. Die Anlage begann am 25. April 1971 zu arbeiten.

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Der Anfang des 21. Jahrhunderts wurde durch die Privatisierung und Modernisierung der Brauerei, aber auch einer Namensänderung, gekennzeichnet. So wurde im Jahr 2004 die „Zaječarska Brauerei“ Teil der Anadolu Efes-Gruppe und änderte ihren Namen in „Efes Zajecar Brauerei“. Vier Jahre später wurde die Brauerei Teil der Heineken-Gruppe, einer der weltweit führenden Bierindustrien, was ihr einen neuen Namen bringt – „United Serbian Breweries Zaječarsko A. D.“.

Im Mai 2014 änderte das Unternehmen „United Serbian Breweries“ offiziell den Namen in „Heineken Srbija d.o.o.“, und die Produktion von Marken mit höchster Qualität schritt in der Brauerei in Zajecar immer weiter voran.

In den letzten Jahren wurden erhebliche Investitionen in die Modernisierung der Fabrik und der Verpackungsherstellung getätigt, was mit einer Top-Qualität der hier produzierten Marke resultierte.

Zajecarsko Pivo hat die wichtigsten internationalen Qualitäts-, Wirtschafts-, Produktions- und Organisationszertifikate sowie für den Umweltschutz, wie zB „ISO 9000“, „ISO 14000“, „OHSAS 18000“, „ISO 22000“, dann „SAP“ („HeiCORE“) Überwachungssysteme und viele andere.

Neben den ISO-Qualitätsstandards setzt das Unternehmen Heineken in Serbien in seiner Brauerei zusätzlich auf ein Managementsystem, welches für hohe Produktsicherheit auf Basis von Risikoanalysen und kritische Kontrollpunkten verantwortlich ist.